Ziele der WNO

Als Förderverein unterstützen wir die Ziele der WNO:

Wirtschaft und Umweltschutz verbinden

Der Brückenschlag zwischen ökonomischen Interessen und nachhaltiger Entwicklung sowie Umweltschutz ist ein Versuch, der bislang irgendwie in vielen Staaten gescheitert ist. Umwelt- und Entwicklungsziele werden zwar gesteckt. Die Abkehr von Produktionsweisen mit hohen Treibhausgasemissionen sowie nicht erneuerbarer Ressourcen gilt allerdings bis heute als Wachstumsbremse. Die WNO hat sich daher zum obersten Ziel gesetzt, diese beiden Pole zu verbinden und alle Mitgliedsstaaten in Richtung „Green Economy“ zu unterstützen.

Absolute Leitplanken statt relative Vorsätze erreichen

Relative Ziele sollen absoluten Leitplanken weichen! Die Zwei-Grad-Leitplanke impliziert den Scheitelpunkt der Treibhausgasemissionen vor 2020. Diese klare Zielmarke für die internationale Nachhaltigkeitspolitik soll global, zusammen am „grünen Tisch der WNO“ auch tatsächlich erreicht werden. Um den Übergang zu einer grünen Wirtschaft langfristig zu erreichen, sollten der WNO zufolge weltweit mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in grüne Investitionen fliessen.

Informationsaustausch ermöglichen

Durch Konferenzen, Studien und internationale Forschungsprojekte unterstützt die WNO, Staaten in der Entwicklung einer naturschonenden, energie- und rohstoffeffizienten Wirtschaft. Sie setzt sich dafür ein, durch Konferenzen, Tagungen, Informationsveranstaltungen und Studien, einen globalen Gedanken- und Informationsaustausch zu ermöglichen – vor allem zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Berichte für politische Entscheidungsträger zur Klimaproblematik, ökonomische Bewertungen, zielgruppenspezifische Einzelberichte, klimarelevante Vergleichsmodelle und Berichte für Unternehmen zur Integration eines nachhaltigen Biodiversitätsmanagements in die Unternehmensstrategie sollen dazu beitragen, dass Entscheidungen im Verantwortungsbereich der Politik, Wirtschaft und des Verbrauchers im Sinne der Umwelt getroffen werden können.

Ökonomischen Wert der Natur sichtbar machen

Die WNO wird zudem einen Schwerpunkt darauf legen, den Wert der Natur sowie den Nutzen von nachhaltigen, grünen Investitionen aufzuzeigen. Intakte Böden, Trinkwasser, Brennstoffe und Bodenschätze: Diese Dienstleistungen der Ökosysteme und der Biodiversität besitzen einen hohen ökonomischen Wert, der meist nicht in vollem Umfang erkannt wird. Der wirtschaftliche Schaden durch den zunehmenden Verlust der Biodiversität beläuft sich auf mehrere Milliarden US-Dollar pro Jahr und beeinflusst damit auch zunehmend Märkte und Verbraucher.

Stabilität und Sicherheit schaffen

Eine tiefe Rezession richtet Wissenschaftlern zufolge ebenso grosse ökonomische Schäden an wie der Klimawandel über Jahrzehnte. Hurrikans, steigender Meeresspiegel, Ernteausfälle – es sind erhebliche volkswirtschaftliche Kosten, die alleine als Folge der globalen Erwärmung auf die internationale Staatengemeinschaft zukommen werden. Die Vereinten Nationen bezifferten den Gesamtschaden auf bis zu 20 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts. Die Zerstörung der Umwelt untergräbt damit auch unser aller Wohlstand.

Die NATO geht davon aus, dass der Klimawandel, die Lebensmittelsicherheit und das Bevölkerungswachstum ein „explosives Gemisch“ für Europa werden wird und sieht ernsthafte Bedrohungen für den internationalen Frieden und die Sicherheit. Die Weltbevölkerung dürfte von bis zum Jahr 2050 auf 9 Milliarden anwachsen. Parallel zu dieser Entwicklung wird es jedoch weniger Wasser und fruchtbares Land geben. Die Universitiät der Vereinten Nationen (UNU) ging bereits 2005 davon aus, dass es zu Flüchtlingsströmen mit weltweit mehr als 50 Millionen Umweltflüchtlingen kommen wird.

Risiken des globalen Umweltschutzes erkennen

Die WNO tritt zudem einer grossen Gefahr der globalen Nachhaltigkeitspolitik entgegen: Globale, systemische, integrierte Ansätze sollen nicht zu einer Defokusierung führen. Durch die WNO soll die Staatengemeinschaft zwar auf globaler Ebene alles im Blick haben. Trotz der globalen Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Armut und Weltsicherheit soll aber auch auf die Details fokussiert werden. Der Umweltschutz umfasst eine Kollektion von Umweltproblematiken, die nicht alle zusammen in einem einzigen Nachhaltigkeitspapier oder auf einem Gipfel gelöst werden können. Trotz des vernetzten „Systems Erde“ sollen konkrete, spezifische Fortschritte erzielt werden.

Die WNO soll reale Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wirtschaften unterstützen – unter Berücksichtigung aktueller Schwierigkeiten: Trotz aller Effizienzgewinne drohen die Treibhausgasemissionen zu explodieren. Den Energieeinsatz pro Wertschöpfungseinheit zu mindern, heisst nicht automatisch etwas erreicht zu haben. Denn der Verbrauch fossiler Energieträger und sekundärer Ressourcen wie Frischwasser lässt sich verhältnismässig senken, aber dafür steigt der Konsum. Auf diesen „Rebound-Effect“ muss auch aufgrund der stetig wachsenden Weltbevölkerung geachtet werden.